3. Markentreff Leipzig | 21.04.2026

Am 21. April 2026 fand der 4. Markentreff Leipzig statt, und wieder war es ein Abend, bei dem sich gezeigt hat, warum dieses Format so gut funktioniert: Praxisnahe Vorträge, echte Diskussionen und Gespräche, die weit über das Ende des offiziellen Programms hinausgingen. Der Markentreff ist unser Netzwerk-Event für Marketing-Interessierte und Auskenner aus Leipzig und Umgebung, bei dem Fachvorträge, Erfahrungsaustausch und Netzwerken gleichermaßen ihren Platz haben.
Der Abend stand diesmal ganz im Zeichen von Künstlicher Intelligenz: Wie verändert KI das Arbeiten mit digitalen Inhalten? Was bedeutet das für SEO und für Barrierefreiheit? Drei Perspektiven auf dasselbe Thema, und alle drei mit klaren Antworten.
1. Vortrag: Hat die klassische SEO ausgedient? Es lebe die KI-SEO! – Martin Ritter & Tony Gerstner, WEBneo
Den Auftakt machte Martin mit einem Überblick über das, was sich im Suchmaschinenmarketing gerade grundlegend verändert.
Nutzer suchen heute nicht mehr nach zwei oder drei Keywords, sondern nach Lösungen. Statt eines einfachen Suchbegriffs lautet die Anfrage mittlerweile ganz anders. Diese Long-Tail-Explosion verändert, was Inhalte leisten müssen, und entscheidet darüber, wer von der KI zitiert wird.
Denn darum geht es bei GEO (Generative Engine Optimization): nicht mehr Platz 1 im Ranking, sondern zitierfähige Antwort auf ein Problem sein. LLMs wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity funktionieren nicht wie Suchmaschinen, die ranken. Sie suchen nach Mustern und Konsens. Wer zur Autorität für ein Thema werden will, braucht echte Informationen: eigene Studien, spezifische Daten, Fallbeispiele, die die KI so nirgendwo anders findet.
Tony, Senior Tech-SEO Manager und Head of AI bei WEBneo, knüpfte nahtlos an und lieferte den Blick ins Innere: Wie macht man ein Unternehmen selbst AI-Ready? Er schilderte WEBneos eigenen Weg anhand eines 7-Stufen-Plans, der von der internen KI-Taskforce über dedizierte KI-Tage fürs gesamte Team bis hin zu Richtlinien reicht, die sowohl Kolleginnen als auch Kunden Sicherheit geben. Sein Fazit war eindeutig: Wer KI nicht aktiv ausprobiert, erkennt ihr Potenzial nie. Nur Verwendung schafft Begeisterung.
Klickt hier, und ihr findet den Zugang zu Martins Präsentation. Wenn ihr Euch Tonys Präsentation anschauen möchtet, klickt hier.
2. Vortrag: KI als Hebel für die digitale Barrierefreiheit – Katja Schulz, kommundis alpha
Den Abschluss des Abends machte Katja Schulz, zertifizierte Barrierefreiheitsspezialistin mit langjähriger Erfahrung im Online Marketing. Ihr Thema ist spätestens seit dem Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes in aller Munde, doch Katja brachte keine trockene Pflichtlektüre mit, sondern jede Menge praktische Impulse. Ihr Vortrag war nach einem einfachen, aber einprägsamen Prinzip gegliedert: KI kann hören. KI kann sehen. KI kann verstehen. KI kann coden. Zu jedem dieser vier Felder zeigte sie konkrete Tools, die einsetzbar sind.
Beim Sehen ging es um Alt-Texte: Tools wie AutoAlt.ai oder AltText.ai generieren Bildbeschreibungen automatisch und lassen sich in Shopsysteme und CMS integrieren, ein echter Zeitgewinn bei großen Bildmengen. Für Audiodeskriptionen in Videos nannte Katja ViddyScribe und Audible Sight als praktische Lösungen.
Und beim Verstehen? Hier zeigte sie, wie ChatGPT, Gemini oder spezialisierte Tools wie summ-ai komplizierte Texte in Leichte Sprache übersetzen, ein häufig unterschätzter Baustein echter digitaler Teilhabe.
Gleichzeitig war Katja klar in ihrer Botschaft: „Menschen sind nicht optional.“ KI kann Barrierefreiheit beschleunigen und skalieren, aber sie ersetzt keine menschliche Qualitätssicherung.
Klickt hier, um Euch die Präsentation von Katja und ihre hilfreichen Tools anzusehen.




